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Beziehungstherapie

Beziehungstherapie – Das ist zu beachten

Nicht immer verläuft eine Beziehung auch genau so, wie man das gerne hätte. Zwischenzeitliche Tiefs sind in Ordnung und völlig normal. Manchmal wird aus einem einfachen Tief aber auch ein Beziehungsproblem. Und ein Beziehungsproblem wiederum kann zu einer handfesten Beziehungskrise werden. Nicht immer ist man als Paar in der Lage, diese Situation alleine aufzulösen. Und genau dann kann eine Beziehungstherapie der richtige Schritt sein. Im Folgenden kannst Du Dich darüber informieren, wie eine Beziehungstherapie Euch helfen kann und was eine solche Therapie auch kosten kann.

Beziehungstherapie: Hemmungen abbauen

Es ist nicht unüblich, wenn man als Person oder als Paar möglicherweise zunächst Hemmungen vor einer Beziehungstherapie hat. Einerseits hat man natürlich einen gewissen Respekt davor, einem Fremden einen Einblick in intimste Beziehungsdetails zu gewähren. Das sind Dinge, die man eher mit sich selbst und dem Partner ausmacht, manchmal vielleicht noch mit Freunden. Und dann soll ein Fremder im Detail erfahren, was zwischen Euch schiefläuft?

Zum anderen ist es aber auch generell ein sensibles Thema. Wenn man professionelle Hilfe in Anspruch nimmt, gleicht das einem Eingeständnis, dass man es selbst nicht schafft beziehungsweise geschafft hat. Und das ist ein Eingeständnis, das sich niemand gerne macht – und manchmal verweigert man sich dieser Einsicht auch völlig. Allerdings ist das natürlich absolut nicht zielführend, wenn die Beziehungstherapie aus falschem Stolz heraus nicht in Anspruch genommen wird. Solche Hemmungen sollten unbedingt abgebaut werden, da sie einfach völlig unnötig sind. Es ist doch viel wichtiger, dass Ihr Eure Beziehung wieder in positive Bahnen lenkt, oder?

Beziehungstherapie: wie eine Beziehungstherapie abläuft

Zum Dritten ist es auch einfach häufig auch die falsche Vorstellung, die man von der Beziehungstherapie hat. Es wird häufig verwechselt mit einer psychologischen Hilfsleistung. Das ist es teils zwar auch, aber darum geht es im Kern gar nicht. Vielmehr ist das Ziel einer Beziehungstherapie, die Positionen beider Parteien so herauszuarbeiten, dass beide Partner sie verstehen. Und genau auf dieser Grundlage kann versucht werden, Lösungen für die Probleme zu finden und Distanzen zu überbrücken. Es geht letztlich darum, herauszufinden, wie vorhandene Gräben wieder zugeschüttet werden können, sodass Eure Beziehung auch wieder funktioniert und Ihr wieder Freude an ihr habt.

Außerdem ist es nicht die Aufgabe einer Beziehungstherapie, irgendwelche Schuldzuweisungen zu machen. Davor haben viele Menschen ebenfalls Angst. Schließlich ist einem manchmal schon ein bisschen bewusst, wenn ein Verhalten möglicherweise nicht ganz so in Ordnung ist. Und – die Vorstellung ist zwar unrealistisch, aber doch irgendwie präsent – das könnte dazu führen, dass einem vorgehalten wird, was für ein schlechter, gemeiner Mensch man ist. Aber das wird natürlich in einer professionellen Beziehungstherapie eher nicht passieren, es sei denn, ein Partner überschreitet wirklich Grenzen, die nicht überschritten werden sollten.

Beziehungstherapie: Wer führt die Beziehungstherapie durch?

Natürlich sollte man sich nicht unbedingt an den erstbesten Paartherapeuten wenden, den man finden kann. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst ein Vorgespräch zu vereinbaren und einmal grob die Situation und die Erwartungen zu umreißen. Dadurch lässt sich schon einmal grob herausfinden, wie gut man mit dem Berater selbst klarkommt. Das ist nämlich eine absolute Voraussetzung dafür, dass die Beziehungstherapie auch wirklich funktionieren kann. Schließlich muss man – wie bereits erwähnt – auf intimste Beziehungsdetails mit einer fremden Person eingehen. Und dafür sollte man sich zumindest etwas sympathisch sein und einen professionellen Eindruck haben.

Grundsätzlich ist der Begriff des Paartherapeuten allerdings rechtlich nicht geschützt. Das bedeutet, dass sich eigentlich jeder, der es möchte, auch so nennen darf. Entsprechend kann es nicht schaden, den Therapeuten am Anfang auch einmal nach seiner Ausbildung und seinen Referenzen zu fragen. Schließlich möchte man ja schon jemanden haben, der die Beziehungstherapie auch wirklich professionell begleiten kann. Häufig wird man hier auf studierte Psychologen stoßen. Diese haben die bestmögliche Ausbildung dafür, da natürlich ein bisschen Situationsanalyse für die Beziehungstherapie unverzichtbar ist. Aber auch aus dem pädagogischen, kirchlichen, medizinischen oder sozialen Bereich können Paartherapeuten prinzipiell stammen. Es gibt hier natürlich immer Unterschiede, wie ein Paartherapeut die Beratung begleitet. Da hat jeder seinen individuellen Stil und seine eigenen Möglichkeiten. Grundsätzlich kommen allerdings aus allen Bereichen gute Berater.

Beziehungstherapie: Privat oder doch öffentlich?

Weiterhin lassen sich Berater in zwei verschiedene Kategorien einteilen: private Berater und Berater von öffentlichen Stellen und Hilfseinrichtungen. Die privaten Berater sind eigentlich immer komplett von Euch zu bezahlen. Das bedeutet auch, dass das nicht unbedingt die günstigste Lösung ist. Aber Ihr könnt auf diesem Wege natürlich auch hervorragende Ansprechpartner finden, die Euch unter Umständen sehr weiterhelfen können und mitunter eine jahre- oder gar jahrzehntelange Erfahrung in ihrem Bereich haben. Je nachdem, an welchen Berater man kommt und ob es sich um Einzel- oder Paarsitzungen handelt, kann ganz grob ein Preis zwischen 50 und 150 Euro pro Stunde für eine Beziehungstherapie veranschlagt werden.

Wenn Ihr unbedingt auf den Preis achten müsst, dann hilft Euch eine Beziehungstherapie über eine öffentliche Einrichtung oder eine Hilfsorganisation häufig weiter. Hier sind die Sitzungen der Beziehungstherapie zum Teil sogar umsonst, im Regelfall jedoch auf jeden Fall deutlich günstiger. So kann es passieren, dass Ihr Eure Beziehungstherapie bereits für fünf bis 20 Euro pro Stunde erhaltet. Und bei diesem Preis kann man sich eigentlich nicht mehr beschweren. Das ist schon wirklich unglaublich günstig.

Das Geheimnis hinter diesen Einrichtungen ist, dass sie die Therapeuten quasi für ihr eigenes Hilfsangebot beschäftigen und auch selbst bezahlen. Es heißt nicht, dass Ihr eine qualitativ minderwertige Betreuung bekommt, nur weil das Angebot deutlich günstiger ist als das privater Berater. Stattdessen wird meist einfach nur ein kleiner Obolus verlangt, da diese Einrichtungen natürlich auch kein Interesse daran haben, dass das Angebot ausgenutzt wird, wenn eigentlich kein betreuungsbedürftiges Problem vorliegt. Das könnte nämlich reizvoll sein, wenn das Angebot komplett umsonst ist.

Bei Einrichtungen, die so etwas anbieten können, gibt es viele mögliche Anlaufstellen. Vor allem die Kirche bietet mittlerweile häufig die Eheberatung an. Diese hat im Hinblick auf den christlichen Glauben dann tendenziell aber auch etwas mehr die Intention, die Ehe zu retten, als das vielleicht ein gewöhnlicher Beziehungsberater hat. Schließlich kann eine Beziehungstherapie nicht nur zur Rettung der Beziehung, sondern auch zur geordneten Trennung führen. Andere Anlaufstellen wären beispielsweise die Diakonie, das Deutsche Rote Kreuz, die Caritas und Vergleichbare. Selbst wenn eine solche Organisation keine solche Einrichtung besitzt, ist die Chance groß, dass Euch dort zumindest gesagt werden kann, wo Ihr die nächstmögliche Anlaufstelle findet.

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