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Streit in der Beziehung

Streit in der Beziehung – Das ist zu tun

Harmonie ist der Wunschtraum einer jeden Beziehung. Wenn man sich nicht streitet, sondern alles im Einklang klärt, ist alles wunderbar. Oder? Auf der anderen Seite ist Harmonie allerdings auch ein gewisser Stimmungskiller, bietet sie doch keine Ecken und Kanten, an denen man sich auch einmal reiben könnte. Kurzum: Zu viel Harmonie ist schlicht langweilig. Etwas Streit gehört ab und zu auf jeden Fall dazu, schließlich muss auch der eigene emotionale Ballast einmal raus, damit es einem hinterher wieder besser gehen kann. Deshalb ist Streit in der Beziehung zunächst einmal per se nichts Schlechtes. Und auch Versöhnungssex beschreiben viele als den besten Sex, den sie mit dem Partner haben.

Dramatischer wird es allerdings, wenn Streit in der Beziehung überhand nimmt und die vorherrschende Atmosphäre ist. In diesem Fall ist die Stimmung gewissermaßen vergiftet, man kann nicht mehr unbeschwert miteinander umgehen und ist eher sogar froh, wenn man einmal Ruhe vor dem anderen hat. Das ist keine schöne Situation und darf vor allem auch nicht zum Dauerzustand werden. Andernfalls kann es sehr gut sein, dass die Beziehung daran zerbricht und man irgendwann vor den Scherben seiner Beziehung steht. Damit es nicht so weit kommt, sollen Dir die folgenden Absätze dabei helfen, das Problem näher analysieren zu können. Schließlich ist die Diagnose das Wichtigste vor der Behandlung. Auch wird Dir gesagt, wie Ihr möglicherweise lernt, besser miteinander umzugehen und weniger zu streiten. So kann das Beziehungsklima bei Euch möglicherweise wieder etwas gerader gerückt werden.

Streit in der Beziehung: Eifersucht und Co.

Einer der häufigsten Gründe für Streit in der Beziehung ist eindeutig Eifersucht. Hierbei geht es darum, dass ein Partner dem anderen misstraut und ihm quasi unterstellt, dass er ja fremdflirten, fremdgehen oder sich einen anderen Partner suchen würde. Meist ist das allerdings unbegründet. Die Gründe für Eifersucht liegen vor allem im eifersüchtigen Partner selbst. Sie sind begründet in der Angst, den Partner zu verlieren. Und weil dieser so einen hohen Stellenwert hat, wäre das absolut tragisch. Auf der anderen Seite müsste man ja nur Angst um den eigenen Partner haben, wenn man davon ausgeht, dass es bessere Partner für diesen gibt als einen selbst. Sonst würde der Partner ja absolut keinen Grund haben, die Beziehung durch eine andere zu ersetzen. Und genau deshalb ist Eifersucht in der Regel etwas, das seinen Ursprung im Selbstbewusstsein des eifersüchtigen Partners hat. Nichtsdestotrotz ist sie natürlich ein sehr häufiger Grund für Streit in der Beziehung.

In die gleiche Richtung geht es, wenn ein Partner versucht, den anderen zu kontrollieren. Damit ist nicht das Hinterherspionieren gemeint, sondern echte Kontrolle, ein Aufdiktat der Dinge, die der Partner tun und lassen darf, damit man selbst ja nicht eifersüchtig werden muss. Das kann beispielsweise den Umgang mit bestimmten Leuten betreffen, die Orte, an die man in seiner Freizeit geht, oder aber den eigenen Kleidungsstil. Klar denkt hierbei jeder sofort an das Klischee eines südländischen Machos, aber das ist verkehrt. Grundsätzlich kommt dieses Phänomen bei vielen Männern und tatsächlich auch einigen Frauen vor und ist ebenfalls ein guter Grund für Streit in der Beziehung. Natürlich macht hier die Dosis das Gift. Wenn Dein Partner beispielsweise nicht möchte, dass Du noch Kontakt zu Deinem oder Deiner Ex hast, ist das noch etwas harmloser als wenn er Dir sagt, dass Du nur noch mit Hosen und Schlabberpullis feiern gehen darfst. Hier macht die Größe der Forderung das Potenzial für Streit in der Beziehung aus.

Streit in der Beziehung: Misstrauen

Der Punkt „Misstrauen“ geht im Grunde genommen in die gleiche Richtung wie Eifersucht und Kontrolle. Dass es sich hierbei um eine weitere Grundlage für Streit in der Beziehung handelt, ist wahrscheinlich sehr offensichtlich. In diesem Fall ist Kontrolle tatsächlich im wörtlichen Sinne gemeint. Das bedeutet, Du nimmst Dir beispielsweise das Handy Deines Partners und stöberst darin nach verdächtigen Nachrichten, die mit anderen geschrieben wurden. Oder Du durchstöberst die sozialen Netzwerke oder die Mails Deines Partners. Im schlimmsten Fall kannst Du ihm oder ihr sogar tatsächlich hinterherspionieren, wenn Du davon ausgehst, dass sie diese Termine nur vermeintlich hat.

Zunächst einmal muss das kein Grund für Streit in der Beziehung sein – allerdings nur solange, wie Dein Partner nicht mitbekommt, dass Du ihn ausspionierst. Jeder Mensch hat auch in einer Beziehung zu einem gewissen Grad eine Privatsphäre. Und diese zerstörst Du mit einem solchen Verhalten. Außerdem ist jede funktionierende Beziehung auf Vertrauen aufgebaut. Mit einem solchen Verhalten zeigst Du allerdings, dass Du Deinem Partner überhaupt nicht vertraust. Genau aus diesem Grund birgt Misstrauen eine absolute Grundlage für Streit in der Beziehung. Deshalb solltest Du Dir vorher lieber dreimal überlegen, ob Du diesen Vertrauensbruch tatsächlich begehen willst.

Streit in der Beziehung: Untreue

Manchmal ist Eifersucht und Misstrauen absolut unbegründet, manchmal aber auch nicht. Entsprechend ist Streit in der Beziehung aufgrund von Untreue irgendeiner Art ebenso an der Tagesordnung wie andere Grundlagen. Dabei hat jeder eigentlich so sein individuelles Schmerzempfinden, ab wann Untreue losgeht. Eine Person empfindet möglicherweise die körperliche Untreue als gar nicht so schlimm, solange der Partner emotional bei einem bleibt. In diesem Fall kann es etwas schwerwiegender sein, wenn man sich mit jemand anderem zum Kaffeetrinken verabredet, um denjenigen besser kennenzulernen. Das geht schließlich eher in die Richtung, dauerhafte Bekanntschaften zu knüpfen als nächtliche Kusseroberungstouren oder One-Night-Stands.

Für die meisten Leute jedoch ist vor allem körperliche Untreue ein Anlass für Streit in der Beziehung. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Manche fahren schon aus der Haut, wenn jemand anderes den Partner berührt. Wiederum andere haben das Küssen als imaginäre Grenze für sich gezogen. Und wieder andere haben erst die tatsächliche Sexualität als Grenze, die für Streit in der Beziehung überschritten werden muss. In ganz seltenen Fällen ist die Beziehung sogar offen geführt und der Partner legt möglicherweise nur Wert darauf, bestimmte Sexualpraktiken nur für sich zu haben. Aber das ist die absolute Ausnahme. Bei vielen Menschen ist schon früher ein Punkt erreicht, an dem Streit in der Beziehung die Folge ist.

Streit in der Beziehung: Differenzen

Alle anderen Gründe für Streit in der Beziehung sollen an dieser Stelle einmal grob als „Differenzen“ zusammengefasst werden. Natürlich ist das ein sehr weites Feld, das alles und nichts bedeuten kann. Aber von seiner Natur her soll dieser Punkt alle unterschiedlichen unvereinbaren Meinungen zusammenfassen, die zwei Partner haben können. Diese betreffen dann in der Regel nicht unbedingt die Beziehung, sondern die grundsätzlichen Ziele und Wertvorstellungen im Leben. Um es einfach auszudrücken, könnte man einfach sagen, dass einen irgendein Verhalten oder irgendeine Ansicht am Partner stört – oder umgekehrt.

Die Palette dieser Gründe für Streit in der Beziehung ist sehr vielfältig. Das kann bei völlig alltäglichen Dingen wie einer nicht heruntergeklappten Klobrille, Haaren im Waschbecken oder nicht verschlossenen Zahnpastatuben losgehen. Das zieht sich gerne auch über Differenzen in der Haushaltsarbeit. Der Streit in der Beziehung findet dann auf der Basis statt, wer was gemacht hat, wer was hätte machen sollen oder wer was aus welchem Grund falsch gemacht hat. Im Grunde genommen sind das die Gründe, bei denen man sich genau überlegen sollte, ob man wegen diesen die Beziehung durch ständigen Streit in der Beziehung tatsächlich gefährden will.

Etwas schwieriger wird es schon, wenn das grundsätzliche Verhalten des Partners in irgendeiner Hinsicht nicht hingenommen wird. Es gibt ja immer auch die eine oder andere Verhaltensweise in bestimmten Situationen, die einen am Partner stört oder die den Partner an einem stört. Das können aggressives, lethargisches, überheblichen, intolerantes oder ignorantes Verhalten sein – beispielsweise. Natürlich lässt sich diese Liste der Gründe für Streit in der Beziehung fast unendlich fortsetzen, da es doch relativ subjektiv ist, was einen am Partner stört und was nicht. Problematisch wird es in dieser Konstellation vor allem dann, wenn man sich in dieser Konstellation festfährt und der Streit in der Beziehung auf der Tagesordnung steht. Hier muss auf die eine oder die andere Weise eine Lösung gefunden werden. Dafür gibt es prinzipiell vier Möglichkeiten:

  1. Der Partner mit dem „Störverhalten“ ändert sein Verhalten.
  2. Der Partner, den das Verhalten stört, akzeptiert das Verhalten
  3. Die Positionen bleiben unvereinbar und man lebt mit einem ständigen Konflikt in der Beziehung weiter
  4. Man trennt sich irgendwann, um dem Streit in der Beziehung irgendwann auch zu entgehen und den Druck loszuwerden.

Wie Du siehst, ist diese Konstellation nicht ganz leicht, da sie immer mit einem gewissen Kompromiss verbunden ist. Später wird allerdings noch mehr zur Lösung solcher Probleme ausgeführt.

Streit in der Beziehung: Reden ist unverzichtbar

Wahrscheinlich wirst Du diesen Tipp bereits in jedem Ratgeber gelesen haben, der Dir zu Streit in der Beziehung bereits über den Weg gelaufen ist. Wichtig ist das aus dem Grund, dass Du nicht alle Verhaltensweisen Deines Partners verstehen kannst, wenn Ihr Euch nicht über diese unterhaltet. Genauso wenig kann Dein Partner möglicherweise Deine Verhaltensweisen gänzlich verstehen. Und überhaupt wirst auch Du nur ein klares Bild von ihnen bekommen, wenn Du darüber reflektierst und Dich näher damit beschäftigst. Entsprechend bekommt Ihr so ein klareres Bild davon, woran es im Detail krankt.

Wichtig ist es, diese Gespräche über Streit in der Beziehung vor allem dann zu führen, wenn es gerade nicht wieder eskaliert. Wenn die Gründe für Streit in der Beziehung am präsentesten sind, seid Ihr emotional höchstwahrscheinlich so geladen, dass Ihr einfach nicht konstruktiv über Eure Probleme sprechen könnt. Entsprechend wird das Eure Situation in keiner Weise verbessern. Und natürlich solltet Ihr auch die grundlegenden Regeln rücksichtsvoller Kommunikation beachten. Das bedeutet, dass Ihr Euch in einem solchen Gespräch nicht pausenlos irgendwelche Vorwürfe machen solltet, was der andere denn verkehrt macht. Stattdessen sprecht darüber, wie Ihr Euch in bestimmten Situationen fühlt und was es in Euch auslöst, wenn Euer Partner eine bestimmte Verhaltensweise an den Tag legt. Auch könnt Ihr umgekehrt genauso darüber sprechen, was bei Euch bestimmte Verhaltensweisen auslöst, die wiederum zu Streit in der Beziehung führen können. So analysiert Ihr klar und deutlich das Problem und könnt gemeinsam Lösungsvorschläge für Eure Situation erarbeiten.

Wenn Ihr die Analyse Eurer Probleme abgeschlossen habt, geht es letztlich darum, Eure Ideen zur Lösung in die Tat umzusetzen, sodass Ihr Streit in der Beziehung möglicherweise bald vermeiden könnt. Das ist allerdings im Regelfall kein einfacher Weg, der wie der Druck auf einen Lichtschalter funktioniert. Stattdessen ist es eine Entwicklung, die Ihr durchleben werdet – und das ist auch völlig normal. Wirft es Euch ab und zu noch einmal in den Streit in der Beziehung zurück, dann versucht, Euch gegenseitig etwas runterzuholen, oder verlasst die Situation, damit Ihr Euch wieder beruhigen könnt. Rückschläge sind ebenso normal wie der Prozess an sich. Verzweifelt nicht, wenn Ihr nicht gleich alles an einem Tag umgesetzt bekommt. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut.

Streit in der Beziehung: Lösungen bei Fehlverhalten

Etwas anders gelagert ist der Fall in der Regel, wenn einer von beiden Partnern wirklich Mist gebaut hat, beispielsweise fremdgegangen ist. In einem solchen Fall kommt es nicht unbedingt darauf an, die Probleme konstruktiv gemeinsam zu lösen. Stattdessen muss der Partner mit dem Fehlverhalten einsehen, dass das, was er gemacht hat, falsch war. Wenn eine ehrliche Reue da ist, dass der Partner durch ein bestimmtes Verhalten verletzt wurde, dann ist es am verletzten Partner, mit etwas Zeit über diese Verletzungen hinwegzukommen.

Andernfalls ist das Problem nämlich, dass einerseits das Vertrauen verloren geht und andererseits der verletzte Partner auch nicht mehr uneingeschränkt in der Lage ist, die Beziehung ohne Vorbehalten zu führen. Das hält keine Beziehung auf Dauer aus. Und dann ist – unabhängig davon, ob dann noch Streit in der Beziehung herrscht oder nicht – ein Zusammenleben nichts unbedingt Angenehmes mehr, sondern eine Belastung psychologischer und emotionaler Natur. Deshalb kann in solchen Fällen tatsächlich die Trennung das richtige Mittel sein, wenn der verletzte Partner auf die Dauer nicht in der Lage ist, damit klarzukommen. Ist das der Fall, brauchst Du Dir auch keine Vorwürfe machen, dass Du die Beziehung wegwirfst oder erst nach einer gewissen Zeit merkst, dass es nicht mehr funktioniert. Dein Partner hat diese Situation eingeleitet  und es gibt keine Verpflichtung für Dich, die Situation jetzt mit ihm oder ihr auszubaden.

Sofern Dich ein Verhalten Deines Partners verletzt hat und zu Streit in der Beziehung geführt hat, Dein Partner aber kein Verständnis hat, dann musst Du Dir Gedanken machen. Bist Du in der Lage, die Kränkung einfach hinzunehmen und weiterzumachen? Oder ist die Verletzung so groß, dass Du damit nicht zurechtkommst? Je nachdem, wie Du Dich entscheidest und wie Du empfindest, kann hier auch die Trennung das einzig richtige Mittel sein. Schließlich ist eine Beziehung einfach nicht unendlich strapazierfähig. Und wenn Dein Glück es erfordert, dass Du die Beziehung verlässt, dann muss das manchmal auch einfach sein – so schade es ist.

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